Das Thema Ernährung ist komplex. Wo fängt man an? Ist Kalorienzählen genug? Was darf ich essen? Die Vielzahl der Entscheidungen macht das ganze Thema so komplex. Ständig macht man sich Gedanken und verliert sich in seinen Gedanken um das Essen, dass impulsive Entscheidungen getroffen werden. Rund 200 bis 300 Entscheidungen treffen wir täglich zu diesem Thema – bewusst und unbewusst. Es kommt also auch vor, dass impulsiv gegessen wird. Somit stellen Emotionen einen Trigger für das Essen dar. Vor allem unkontrolliertes Snacken gilt als Treiber für Adipositas.
Genau dieses unkontrollierte Essen führt zu Übergewicht und sorgt dafür, dass Ziele nicht erreicht werden. Aus diesem Grund geht es für mich im Coaching darum, Gewohnheiten zu entwickeln, sodass Entscheidungen abgenommen werden. Je weniger Entscheidungen getroffen werden müssen, desto näher kommt man seinem Ziel. Genau hier setzt der Übergang von Psychologie zur Ernährung an: Struktur ersetzt Willenskraft. Gewohnheiten im Essverhalten sind also der Kernpunkt auf dem Weg zum Ziel. Wenn man abnehmen möchte, spielt diese Veränderung im Verhalten die Hauptrolle. Dennoch ist es schwer, da der Appetit pro verlorenes Kilogramm um 100kcal steigt. Das bedeutet, je erfolgreicher man ist, desto mehr arbeitet der Körper gegen einen selbst. Da gilt es besonders, die Struktur zu wahren und konsequent zu bleiben. Zusätzlich kommen unrealistische Erwartungen beim Fortschritt und Diätmüdigkeit getreu dem Motto: Ich muss mir mal wieder etwas gönnen! Dies ist kein Charakterproblem, sondern ein normales Verhaltensmuster. Aus diesem Grund ist strikter Verzicht in meinen Augen keine Lösung! Die Gewohnheit zu entwickeln, wie viel und wie oft man etwas isst, ist viel relevanter. Um die Motivation hochzuhalten, ist Unterstützung nötig. Diese kommt zum einen vom Coach und zum anderen ist der soziale Support aus dem nahen Umfeld entscheidend. Fehlt die Unterstützung, ist es eine größere Herausforderung das Ziel langfristig zu erreichen – das zeigen zahlreiche Studien.
Wenn Ernährung also schwerfällt, ist es selten das Essen selbst – sondern die Muster dahinter. Welche Gewohnheiten und Strategien sich rund um das Essen am besten eignen, um sein Ziel zu erreichen, schauen wir uns im Blog nächste Woche an.
Blog
Weitere Blogbeiträge zu den Themen Psychologie, Ernährung und Training.
-

Selbstvertrauen beginnt im Kopf – und wächst durch Erfahrung
Wer ist noch nie im Leben gescheitert? Auch wenn es von außen klein wirkt, jeder…
-

Selbstvertrauen: Deine größte Stärke
Stell Dir vor: Du hast eine schwere Aufgabe zu bewältigen. Wie reagierst du darauf? Kommt…
-

Training & Emotionen: Wie Bewegung deine mentale Stärke beeinflusst
Welchen Einfluss Emotionen auf das Training haben können und welche Auswirkungen Training auf Emotionen auf…

Schreibe einen Kommentar