Wer ist noch nie im Leben gescheitert? Auch wenn es von außen klein wirkt, jeder geht anders mit Scheitern um. Der eine kommt gut mit klar, der andere macht sich unendliche Vorwürfe und verliert sein Selbstvertrauen? Sicherlich hast du direkt an eine spezielle Situation gedacht, bei der du gescheitert bist und wie du darauf reagiert hast. Heute soll es um die Reaktion gehen, wie wir unser Selbstvertrauen steigern können – nicht nur nach dem Scheitern, sondern auch vor Herausforderungen.
Eine wirksame Strategie nach dem Scheitern ist die sogenannte Triple-A-Strategie. Sie beschreibt schlichtweg das Vorgehen – Akzeptanz, Analyse, Abhaken. Mit der Akzeptanz beginnt alles, sich bewusstzumachen, dass die eigene Performance nicht ausgereicht hat ist unabdingbar, um die Schuld nicht auf andere Personen oder Umwelteinflüsse zu schieben. Durch das Akzeptieren eines Fehlers, kann die negative Energie und Kraft des Fehlers reduziert werden. Dies führt zu einer mentalen Beruhigung. Im Anschluss an die Akzeptanz kommt die Analyse des Fehlers. Wichtig ist, die Akzeptanz muss abgeschlossen sein, negative, intrinsische Spannung abgebaut sein. Nutze dafür das, was dir am meisten hilft – intensives Training, laute Musik, Lesen. Beschäftige dich bei der Analyse, weshalb es schiefgelaufen ist, aber auch, was gut lief. Auch, was sich verändern lässt, um nicht ein zweites Mal zu scheitern in einer ähnlichen Situation. Nach der konstruktiven Analyse des Scheiterns folgt das dritte A – das Abhaken. Nach der Analyse heißt es für dich: Die Niederlage aus dem Kopf streichen, sie ist Vergangenheit. Den Fokus nun wieder auf das Hier und Jetzt legen ist dabei entscheidend, nur das ist beeinflussbar.
Um deine Stärken bewusster wahrzunehmen, kannst du persönliche Bilder und Assoziationen einsetzen. Dazu schreibst du eine Stärke auf, was du mit dieser Stärke assoziiert – also was verbindest du mit dieser Stärke – und wo du diese Stärke einsetzen kannst. Ein Beispiel: Mut – Soldaten sind mutig – im Spiel einen neuen Trick anwenden, um einen Gegenspieler auszuspielen. Durch die entstehende Klarheit kannst du Kraft schöpfen, wo du explizit deine Stärken einsetzen kannst.
Eine weitere Strategie, um sich der eigenen Stärken bewusst zu werden ist es, Situationen aufzuschreiben, in der Stärken zum Vorschein kamen. Schreibe dabei die Situation auf, die du positiv erlebt hast. Anschließend leitest du daraus die Fähigkeit oder Fertigkeit ab, die du in dieser Situation angewandt hast. Je konkreter du die Situationen beschreiben kannst, in der die Stärke auftrat, umso besser. Was du dort aufgeschrieben hast, nutzt du genau dann, wenn du in ähnlichen Situationen an dir zweifelst oder wenn ähnliche Herausforderungen auf dich warten. So kannst du dir dies vor einem wichtigen Wettkampf oder auch vor einem Vorstellungsgespräch hernehmen, um dich selbst positiv zu beeinflussen und dein Selbstvertrauen zu stärken.
Wenn du jemanden kennst, der gerade eine schwere Zeit hat, teile gern die Strategien und den Beitrag. Wenn du deine sportlichen Ambitionen verfolgst und gezielt an dir arbeiten möchtest, schreib mir gern persönlich eine Nachricht. Wie sich die Ernährung auf die mentale Verfassung auswirkt, ist nächste Woche Thema.
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